Technische Daten
Inbetriebnahme: April 2007
Leistung: Gasverkauf – zweistufige Anlage mit Verweilzeit von ca. 140 Tagen (Fermenter + Nachgärer)
Input: Maissilage
Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller höchstpersönlich hat die vom örtlichen Maschinenring und E.ON geplante Biogasanlage in Fuchsstadt eingeweiht. An dem Projekt beteiligen sich 17 Landwirte aus der Region. Sie versorgen die Anlage mit dem notwendigen Substrat zur Gasproduktion. Bereits nach acht Wochen lief die Anlage auf Volllast.
Es besteht jedoch ein entscheidender Unterschied zu den anderen rund 1.350 in Bayern betriebenen Anlagen: das erzeugte Biogas wird nicht direkt vor Ort verstromt. Vielmehr wird es an den Ort transportiert, wo Strom und Wärme vollständig genutzt werden können. In diesem Fall ist das die Saaleck-Kaserne in Hammelburg.
Dort wird das Biogas mit Hilfe eines BHKW des Energieversorgers E.ON verstromt. Die anfallende Wärme wird genutzt, um die Kaserne zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen. Der erzeugte Strom wird in das allgemeine Netz eingespeist und versorgt bis zu 1.500 Haushalte. Bei dieser Konstellation steht für die Biogasanlage selbst keine Abwärme zur Verfügung, die man zur Beheizung der Fermenter nutzen könnte.
Diese Aufgabe übernimmt eine Holzhackschnitzelheizung. Das Projekt in Fuchsstadt ist für alle Beteiligten eine eindeutige Gewinnsituation. Für die Landwirte bedeutet es eine neue Einkommensquelle. Der Energieversorger reduziert seine Abhängigkeit von Erdgasimporten. Die Bundeswehrkaserne wird mit Heizwärme und Warmwasser versorgt.
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