Biogasanlage der Gutsgemeinschaft Lenthe
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Die Bürger als Initiator
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Technische Daten
Inbetriebnahme: Juni 2006
Leistung: 500 kW el. – zweistufige Anlage mit einer Verweilzeit von 180 Tagen (Fermenter + Nachgärer)
Input: Maissilage, Ganzpflanzensilage von Roggen, Zuckerhirse und Sonnenblumen
Wärmenutzung: Privathaushalte, öffentliche Gebäude, Trocknung von Getreide u. Raps (3.000 Tonnen) im Sommer
Es waren engagierte Bürger, die mit ihrem Verein „Fernwärme Lenthe“ ein ungewöhnliches Konzept realisierten. Die Biogasanlage der Gutsgemeinschaft Lenthe erzeugt mit ihren Motoren jährlich ca. 4,4 Millionen kWh Strom.
Die Idee der Betreiber: Statt die Motorenwärme in die Luft zu blasen, sollte sie für Heizung und für Warmwasser genutzt werden. Das Konzept ging auf. An das Wärmenetz sind nun schon etwa 25 Gebäude angeschlossen. Dazu zählen neue Einfamilienhäuser, alte Fachwerkhäuser und sogar die Kirche des Ortes.
Die Kosten für den Bau und den Unterhalt der Fernwärmeleitung übernahm der Verein, die Anschlüsse ihrer Häuser mussten die Nutzer selber finanzieren. Dafür benötigen diese Haushalte jetzt weder Gas noch Heizöl, was vor dem Hintergrund steigender Energiepreise viel Geld spart.
Da die derzeit an die Fernwärmeleitung angeschlossenen Haushalte die abgegebene Wärme nur an wenigen Tagen im Jahr vollständig benötigen, planen die Betreiber, eine zweite Leitung zu installieren. Ein vorbildliches, bürgernahes Projekt, dem auch Niedersachsens Ministerpräsident einen Besuch abstattete.
Mehr Informationen unter: www.gutsgemeinschaft.de
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