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Biogasprojekt Fuchsstadt setzt neue Maßstäbe im Bereich Energieeffizienz

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Donnerstag, 9. August 2007
  • Staatsminister Miller weiht neue Biogasanlage ein.
  • Sehr hohe Energieeffizienz – Kaserne nimmt Wärme ab.
  • 1.500 Haushalte werden mit Strom versorgt.
Die von E.ON und dem örtlichen Maschinenring geplante Biogasanlage in Fuchsstadt wurde am Freitag offiziell von Staatsminister Miller eingeweiht. Bei dem Projekt wird das Biogas von der Vergärungsanlage bis zum Ort des Verbrauches transportiert, so dass dort der produzierte Strom und die Wärme vollständig genutzt werden können. Dadurch ist die Energieeffizienz wesentlich höher als bei Anlagen, die ausschließlich Strom erzeugen.

Der Maschinenring Energie Fuchsstadt produziert auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe Biogas, das von der E.ON Bayern zur Erzeugung von Strom und Wärme in der Saaleck-Kaserne abgenommen wird. Die Biogasanlage wurde von dem erfahrenen Biogasanlagenhersteller MT-ENERGIE GmbH & Co. KG errichtet und erreichte schon nach 8 Wochen Volllast. Am 3. August weihte unter anderem  Bayerns Staatsminister Josef Miller die Anlage persönlich ein. Das Projekt eröffne nach seiner Aussage eine neue Dimension in Sachen Effizienz, denn obwohl in Bayern bereits 1350 Biogasanlagen Strom erzeugten, sei dies die erste Anlage, bei der das Biogas an unterschiedlichen Stellen erzeugt und verwertet würde.

Durch diese Anlagengestaltung werden ganz neue Möglichkeiten erschlossen, was die Verwertung von Wärme betrifft: Die ca. 6 Mio. produzierten kWh Strom pro Jahr werden wie bei anderen Anlagen auch in das Stromnetz eingespeist und können bis zu 1.500 Haushalte mit Strom versorgen. Die Besonderheit ist, dass bei dieser Anlage aber ebenfalls die bei der Verbrennung automatisch entstehenden 640 kW an thermischer Energie vollständig genutzt werden können. Die angrenzende Kaserne nimmt die Wärme selbst in den Sommermonaten für die Bereitstellung von Warmwasser ab.

Dadurch entsteht für alle Beteiligten eine Gewinnsituation. Die im Maschinenring organisierten Landwirte sichern sich eine neue Einkommensquelle. Für E.ON bedeutet der Bezug von Biogas eine geringere Abhängigkeit von Erdgasimporten. Die Bundeswehrkaserne kann Ihre Kosten für Heizung und Warmwasser deutlich reduzieren.

Wegen der vielseitigen Vorteile sind bereits ähnliche Projekte in Planung. Eine weitere Anlage wird bereits im September in Bad Bocklet in Betrieb gehen. Dr. Stefan Vogg, Vorstandsmitglied der E.ON Bayern AG lobte in seiner Ansprache vor allem den hohen Entwicklungsstand der MT-Biogasanlagen, wodurch eine sehr ökonomische Form der regenerativen Energiegewinnung möglich sei.
 
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Ingo Jagels
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