Die MT-ENERGIE-Biogastechnologie basiert auf einem zweistufigen, kontinuierlich laufenden Verfahren. Dafür sind im Normalfall drei Behälter nötig: ein Fermenter, ein Nachgärer und ein Gärproduktlager.
Im Unterschied zu einer klassischen zweistufigen Anlage herrschen jedoch sowohl im Fermenter als auch im Nachgärer die gleichen Umweltbedingungen für die Bakterien. Die Atmosphäre im Fermenter ist nahezu sauerstofffrei. Das Substrat hat eine konstante Temperatur im mesophilen (40-42°C) und einen pH-Wert im neutralen Bereich (6,7- 7,5).
Es wird also nicht zwischen Hydrolyse und Säurebildung beziehungsweise Essigsäure und Methanbildung getrennt. Der Vorteil des Systems liegt in der maximalen Gasausbeute. In der zweiten Stufe werden noch 20 Prozent des möglichen Gasertrages gewonnen.
Als Substrate eignen sich grundsätzlich alle organischen Stoffe. Dies können Abfallstoffe aus der Nahrungsmittelindustrie, Wirtschaftsdünger oder nachwachsende Rohstoffe aus landwirtschaftlichen Betrieben sein. Aufgrund der Schwerpunkte des Erneuerbaren Energiengesetzes (EEG) haben die deutschen Anlagenbetreiber in den vergangenen Jahren im großen Maße Silage eingesetzt. Die aktuelle Novellierung des EEG sorgt dafür, dass der Gülleanteil in Zukunft deutlich steigen wird.
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